Urteile im Prozess wegen brutaler Überfälle auf Schwule an der A 42

Im Prozess gegen sechs 16-18-jährige Jugendliche, die im letzten Jahr auf Parkplätzen entlang der A 42 im Gebiet Herne / Castrop-Rauxel gezielt Homosexuelle überfallen und ausgeraubt hatten, sind Haftstrafen bis zu drei Jahren und drei Monaten verhängt worden. Zwei Angeklagte erhielten eine Bewährungsstrafe. Den Tätern bescheinigte das Gericht brutales Vorgehen. „Da war eben ein Totschläger im Einsatz, der lässt sich nicht weg reden“, zitiert die „WAZ“ die Urteilsbegründung des Richters Johannes Kirfel.
Schon bei der Fahndung hatte die Polizei von „brutalen“ Tätern und „massiver Gewaltanwendung“ gesprochen. An zwei A 42-Parkplätzen an der Abfahrt „Bladenhorst“, die als Cruising-Plätzen von Schwulen bekannt sind, lauerten sie ihren Opfern auf, attackierten sie mit Totschlägern, Messern und Reizgas und raubten sie dann aus.
Den Hinweisen der Verteidigung, dass alle Jugendliche aus familiär schwierigen und vaterlosen Verhältnissen stammten, wollte das Gericht nicht folgen, zumal alle zuvor schon wegen Straftaten mit der Justiz in Berührung gekommen waren. „Irgendwann ist jeder für sich selbst verantwortlich.“

Advertisements

Die Community unterstützen

Mit der Community feiern

Spirituelles (von mir und anderen)

Kreuz-und-queer-Blog

Das Buch zum Blog

Archiv