Polnischer Politiker muss Bußgeld für „Witz“ über Schwule und Lesben zahlen

Robert Wegrzyn, ein polnischer Parlamentsabgeordneter der regierenden Platforma Obywatelska (PO – Bürgerplatttform), wurde wegen vermeintlich „lustigen“ Bemerkungen über homosexuelle Partnerschaften von seiner Partei getadelt und zu einem Bußgeld in nicht genannter Höhe verdonnert. In einer Fernsehsendung zum Thema Partnerschaften befragt, hatte der Politiker gesagt, die schwulen Männer könne man vergessen, die lesbischen schaue er sich aber gerne an.
Menschen sollten in „natürlichen“ Beziehungen leben, wenn jemand anders leben wolle, dann sei das dessen Problem, aber er solle es nicht zur Schau tragen.
Die Äußerungen lösten Proteste, vor allem von Frauenverbänden, aus. Am Donnerstag entschuldigte sich Wegrzyn. Er habe niemanden beleidigen wollen. Zwar bleibe er bei seinen konservativen Ansichten, was Beziehungen anbelange, das bedeute aber nicht, dass er homophob sei. Er verurteile jegliche Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung.
Tomasz Tomczykiewicz, Fraktionschef der PO im Sejm, sagte, Wegrzyn müsse das Bußgeld für „dumme“ und „unverantwortliche“ Bemerkungen zahlen.


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