„Das islamische Wort“: Homosexualität ist eine Form der Liebe

„Das islamische Wort“ ist eine Sendung des SWR, die jeweils am ersten Freitag des Monats, analog zum christlichen „Wort zum Sonntag“ „Glaubenszeugnisse, aber auch viele Informationen über den Islam“ sendet. Im Januar tut dies Hilal Sezgin und sie spricht von der Liebe einer lesbischen muslimischen Bekannten.
Zwar verstoße nach der „klassischen muslimischen Auffassung“ Homosexualität gegen Gottes Wille, doch müsse dies dies, weil sich die Lebensverhältnisse gewandelt hätten, heute nicht mehr muslimische Auffassung sein. Was solle Gott dagegen haben, dass zwei Menschen sich lieben, fragt Sezgin und endet mit der Aufforderung:
„Respektieren   sollten   wir vielmehr     jede   Familie    und   jedes   Paar   mit  ernsten    Absichten,    egal,   welchen    Geschlechts die beiden sind. Und wenn ein Sohn oder eine Tochter zu den Eltern kommt und ihnen sagt: Ich glaube, ich liebe einen Menschen von meinem eigenen Geschlecht – dann können die Eltern stolz und dankbar sein für das Vertrauen und die Offenheit, die in ihrer Familie herrschen. Sie sollten nichts darauf geben, was die Nachbarn vielleicht Abfälliges sagen, sondern ihren Kindern beistehen, ihren Weg zu finden und zu gehen.   Weil   Homosexualität  nicht  automatisch  „Unzucht“,  sondern  eine  Form   von Liebe ist.“
Hilal Sezgin ist Publizistin und schreibt unter anderem für die tageszeitung, die ZEIT und den Tagesspiegel. 2006 veröffentlichte sie das Buch „Typisch Türkin? Porträt einer neuen Generation“ (Herder Verlag).

Das gesamte „islamische Wort“ beim SWR als Manuskript (PDF) oder als MP3 zum Anhören. Links finden sich auch via islam.de, der vom Zentralrat der Muslime Deutschlands  geförderten Internetseite. Hinweis auf das islamische Wort durch LSVD.

2 Responses to “„Das islamische Wort“: Homosexualität ist eine Form der Liebe”


  1. 1 Hans-Georg Januar 7, 2010 um 2:25 pm

    Ein mutiger und längst überfälliger Schritt. Aber wahrscheinlich wird sie in kürze Drohbriefe bekommen.

  2. 2 Erzad Mikic Februar 15, 2010 um 7:27 pm

    Wir haben ABER noch immer nicht DAS PROBLEM gelöst!

    Das ist nämlich gerade ²ABER² in 2. Satz und einschließende grausame Prognose (Unterstellung).


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