
Mit einer Zuverlässigkeit, die sonst nur noch dem Weihnachtsmann zu eigen ist, erscheint jedes Jahr ein neuer Band der Anthologie „Mein schwules Auge“. Die mittlerweile achte Ausgabe widmet sich dem Thema „schwule Rebellen und Bad Boys“, den, wie es die Herausgeber Axel Schock und Rinaldo Hopf im Vorwort ausführen, „queeren Grenzgängern und Tabubrechern, Querdenkern und Provokateuren, schweren Jungs und bösen Buben”. Texte und Bilder des Bandes eröffnen ein Tableau von „Stricher, Sados und Masos, Drag Queens und Transgender, Ehebrecher und Sexkiller, Künstler und Poeten“. Wer die Reihe aus dem Konkursbuch-Verlag kennt, weiß, dass man ein wüstes wie opulentes Sammelsurium erwarten darf, Belangloses und Anregendes in Text wie Bild, irgendwas zwischen plumpem Porno und Kunst, zwischen Banalität und Esprit. Das ist auch dieses Mal so. Weiterlesen ‘Sammelsurium an der Grenze: “Mein schwules Auge 8″ (Rezension)’