
Vor dem Fest eine XXL-Ausgabe der Personalia der Woche: Mit neuen Jobs ins neue Jahr geht es für einen Maulwurf, eine Sozialarbeiterin und für einen Popsänger, während bei anderen gerade am Thronbein gesägt wird. Viele sagen Kluges und Nachdenkenswertes – und ein tapferer nicht schwuler Marinesoldat aus den USA widerspricht seinem homophoben General.
Susanne Hildebrandt, Dipl.-Sozialarbeiterin, wird künftig im Amt des Oberbürgermeisters und des Rates von Dortmund hauptamtlich die Belange von Schwulen, Lesben und Transidenten vertreten.
Helmut Metzner, früher Büroleiter von Guido Westerwelle, hat in Berlin eine Beratungsfirma gegründet und will künftig als Politikberater arbeiten.
George Michael, Sänger, wird Juror der britischen Talent-Show “X-Factor”.
Mark Zuckerberg, 26-jähriger Facebook-Gründer, ist vom “Time”-Magazin zum Mann des Jahres gekürt worden.
Johannes Kahrs, SPD-Politiker, hat das Bundesverdienstkreuz erhalten.
Michael Stipe, Sänger von R.E.M., “schenkt” den Fans einen Weihnachtssong. “Christmas (Baby lease Come Home)” gibt es zum Herunterladen nur für registrierte Mitglieder auf der HQ-Seite der Band oder zum Anhören hier.
John Amaechi, ehemaliger Basketballspieler (1), hat die dummen Bemerkungen von FIFA-Chef Blatter über Homosexuelle bei der Fußball-WM in Katar kritisiert – er nannte Blatter einen “ignoranten Neandertaler”.
Dan Choi, Ex-Soldat und Vorkämpfer für die Abschaffung von “Don’t ask, don’t tell”, ist nach einem Nervenzusammenbruch in ärztlicher Behandlung.
Guido Westerwelle, FDP-Politiker, ist bei seinen Parteifreunden derzeit nicht allzu beliebt. Und auch Alt-Kanzler Helmut Schmidt hält wohl nicht allzu viel von ihm. Dafür hätte
Dirk Bach, Schauspieler und Moderator, Westerwelle und Partner gern in seiner unsäglichen Dschungelcamp-Show “Ich bin ein Star, holt mich hier raus”.
Volker Beck, Grünen-Politiker, feierte letzten Sonntag seinen 50. Geburtstag. Wir gratulieren nachträglich!
Jean Genet, Schriftsteller (“Querelle”) (2), wäre am 19. Dezember 100 Jahre alt geworden.
Wir wechseln in die Schublade “möglicherweise andersweitig sexuell orientiert” – und zu Beginn steht die Nachricht vom Tode eines Regisseurs, von dessen Filmen mindestens zwei in jeder gut sortierten schwulen DVD-Sammlung zu finden sind:
Blake Edwards, Regisseur, dem wir Komödien wie “Victor/Victoria” (mit seiner Frau Julie Andrews in der Hauptrolle) oder die Verfilmung von Truman Capotes “Frühstück bei Tiffany’” verdanken, ist im Alter von 88 Jahren in Kalifornien gestorben.
Hugh Jackman, australischer Schauspieler (3), hat sich bei einer Show mit Oprah Winfrey ein blaues Auge geholt.
Cher, Sängerin, findet, der neue Musical-Film “Burlesque” – in dem sie zufälligerweise mitspielt – sei die schwule Version des Disney-Klassik-Klassikers “Fantasia”.
Hatten wir vor einigen Wochen nicht noch geschrieben, wie toll es um die Ehe von Reynolds und Johansson bestellt ist? Schnee von gestern!
Ryan Reynolds, Schauspieler, ist wieder frei!
Mariah Carey, Sängerin, ist nicht bisexuell … wieder ein Fall von, wären wir auch nicht drauf gekommen, aber gut, dass es mal gesagt wurde!
Carrie Fisher, Schauspielerin, hat ihrem Kollegen John Travolta geraten, es gelassener zu nehmen, wenn er in den Medien als schwul herumgereicht wird.
Jimmy Carter, ehemaliger US-Präsident, glaubt, dass eines Tages auch ein homosexueller Mensch Präsident des Landes werden könnte.
Kevin Spacey, Schauspieler (4), hat in einem Interview die Frage, ob er schwul sei, als Mobbing bezeichnet. “Ich lebe nicht mit einer Lüge!”, sagte er. Aber die Frage nach seiner sexuellen Orientierung zu beantworten, bedeute, den Leuten Zugriff auf seine Privatsphäre zu geben. “Ich habe mein Recht auf Privatsphäre nicht aufgegeben.”
und zum Schluss ein tapferer Marine-Soldat:
Nathan Cox, nicht-homosexueller Offizier der amerikanischen Marine-Infantrie, hat in einem Artikel der “Washington Post” offen seinem General James Amos widersprochen. Der hatte nämlich vor kurzem gesagt, homosexuelle Soldaten würden für Verwirrung sorgen, die den Tod der anderen Kameraden zur Folge hätte. Cox setzt für das Recht von Schwulen und Lesben ein, offen in der Marine zu dienen. “Wir haben alle rotes Blut, wir alle lieben unser Land, wir sind alle Marines. Am Ende ist das alles, was zählt.”

