Das Europäische Parlament hat am Mttwoch “aufs Schärfste” die geplante Todesstrafe für die Iranerin Sakineh Mohammadi-Ashtiani durch Steinigung verurteilt. Schon mehrfach wurde die des Ehebruchs Angeklagte brutal, etwa durch Auspeitschung, gefoltert. “Alle politischen Fraktionen sind der Meinung, dass ungeachtet aller Tatbestände eine Verurteilung zum Tod durch Steinigung nicht gerechtfertigt sei und nicht akzeptiert werden könne”, heißt es in einer Mitteilung.
Die Abgeordneten verlangen auch die Aussetzung der Hinrichtung des 18-jährigen Ebrahim Hamidi. Er soll einen Mann vergewaltigt haben. Das angebliche Opfer hat die Beschuldigung aber mittlerweile zurückgezogen, Ebrahim Hamidi ist nach eigenen Aussagen nicht schwul. Im August hatte die Menschenrechtsorganisation amnesty international eine Eilaktion zu seiner Freilassung gestartet.
Ferner fordert das EU-Parlament eine Prüfung der Anklage gegen die iranisch-niederländische Zahra Bahrami. Ihr werden Proteste gegen die iranische Regierung vorgeworfen, Gerichtsverfahren und Kontakt zu einem Anwalt werden ihr verweigert.
EU-Protest gegen geplante Steinigung im Iran
Veröffentlicht September 9, 2010 Aktuell , Europa , gay , gay life , Gesellschaft , Gewalt gegen Schwule und Lesben , Politik , schwul GeschlossenSchlagworte: amnesty international, Ebrahim Hamidi, EU-Parlament, Iran, Sakineh Mohammadi-Ashtiani, Zahra Bahrami

