Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International fordert die bedingungslose Freilassung eines schwulen Paares in Malawi. Steven Monjeza (26) and Tiwonge Chimbalanga (20) waren am 28. Dezember 2009 von der Polizei verhaftetet worden, nachdem sie sich mit einer traditionalen Zeremonie quasi „verheiratet“ hatten. Sie werden derzeit in einem Gefängnis in Chichiri im Süden Malawis festgehalten, wo wie wiedergeholt geschlagen und erniedrigenden körperlichen Zwangsuntersuchungen unterzogen worden wären.
In einer Erklärung von Amnesty (die bislang nicht von der deutschen Sektion aufgegriffen oder publiziert worden ist!!) wird dies als schwere Verletzung der Menschrechte bezeichnet. Weiter heißt es, dass die Verhaftung der beiden Männer und die Kriminalisierung von Homosexualität in Malawi die Aids-Aufklärung behindere. Männer, die Sex mit Männern hätten, würden in den Untergrund gedrängt und dort für die Prävention nicht mehr erreichbar, was eine Verbreitung der Immunschwächekrankheit fördere. Amnesty verweist auf die Verhaftung des Aids-Aktivisten Bunker Kamba wegen angeblichen Besitzes pornografischen Materials. Tatsächlich handelt es sich um Schulungsunterlagen zur Aids-Aufklärung. Bunker Kamba wurde gegen Kaution freigelassen.
Amnesty International fordert Freilassung von Schwulenpaar in Malawi
Veröffentlicht Januar 7, 2010 gay , gay life , Gesellschaft , Gewalt gegen Schwule und Lesben , HIV/Aids , Politik , schwul GeschlossenSchlagworte: amnesty international, Malawi, Steven Monjeza, Tiwonge Chimbalanga

