Christoph Daum: Der Junkie & die Kinderschänder

By samstagisteingutertag

Am 28. Mai wird im DSF eine Doku zum Thema „Homosexualität und Fußball“ ausgestrahlt. Darin äußert sich, wie queer.de berichtet, auch Trainer Christoph Daum. Der denkt beim Thema Schwule gleich mal an die Kinder. Die müssten vor Homosexuellen geschützt werden. Darüber, ob Kinder auch vor koksenden und lügenden Fußballtrainern wie ihm selbst geschützt werden müssen, verrät uns Herr Daum leider nichts.
Wörtlich sagt Daum in dem TV-Beitrag:
„Da wird es sehr deutlich, wie sehr wir dort aufgefordert sind, gegen jegliche Bestrebungen, die da gleichgeschlechtlich ausgeprägt ist, vorzugehen. Gerade den uns anvertrauten Jugendlichen müssen wir mit einem so großen Verantwortungsbewusstsein entgegen treten, dass gerade die, die sich um diese Kinder kümmern, dass wir denen einen besonderen Schutz zukommen lassen. Und ich hätte da wirklich meine Bedenken, wenn dort von Theo Zwanziger irgendwelche Liberalisierungsgedanken einfließen sollten. Ich würde den Schutz der Kinder über jegliche Liberalisierung stellen.“ (Quelle: Dt. Akademie für Fußballkultur)
Da macht sich aber jemand Sorgen! Sorgen sollte sich Christoph Daum erst einmal über sein abstruses Weltbild machen: Schwule sind für ihn anscheinend identisch mit triebgesteuerten Sexmaniacs, die nichts anderes im Sinn haben, als zuerst Kindern und dann erwachsenen Fußballern an die Wäsche zu gehen. Möglicherweise meint Herr Daum ja Pädophile. Da ist aber nun mittlerweile selbst der Papst im Denken weiter als Herr Daum und kann diese zwei Sachen auseinanderhalten. Doch selbst wenn: Daums Gebrabbel offenbart derart homophobe Ansichten, dass es unerträglich ist. Dazu kommt noch, dass sie von einem Lügner stammen, der schon mal „beim Augenlicht seiner Kinder“ (poetische Formulierung) schwor, nicht mit Drogen in Kontakt gekommen zu sein. Eine Haarprobe überführte ihn wenig später des Kokain-Gebrauchs. Die Anklage der Staatsanwaltschaft Koblenz wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, unerlaubten Erwerb von Kokain in 63 Fällen und Anstiftung zum Drogenhandel (!!!) wird gegen eine Zahlung von 10.000 Euro eingestellt.
Nicht schlecht: „Anstiftung zum Drogenhandel“. Da lernen die kleinen Kinder beim FC Köln ja gleich, wie man zu Geld kommt, wenn’s mit der großen Fußballkarriere nicht klappt.
Doch selbst wenn Daum der Saubermann wäre, zu dem er sich selbst zurechtlügt, es macht seine dummen, dreisten Bemerkungen über Homosexuelle nicht besser. Mag ja sein, dass Daum sich das Gehirn aus dem Kopf gekokst hat. Ein Freischein für falsches und dummes Gequatsche ist es trotzdem nicht. Vielmehr reiht sich Christoph Daum ein in die Reihe der kleinen Hassprediger, die durch beständiges Wiederholen alter Stereotype und homophober Klischees den Boden für Gewalt gegen und Ausgrenzung von Homosexuellen bereiten.

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11 Antworten zu “Christoph Daum: Der Junkie & die Kinderschänder”

  1. antiteilchen sagt:

    Total verkokste Birne!

  2. buchstaeblich sagt:

    Daum scheint immer noch zu denken, dass Homosexualität ansteckend ist, und obendrein eine Krankheit …

    Was mich an der ganzen Diskussion stört: Gibt es tatsächlich Menschen, die glauben, im Bundesbusiness-Fußball käme Homosexualität nicht vor? Auch Vereine, Mannschaften bilden einen Ausschnit aus der Gesellschaft ab und hier wie da gibt es soundsoviel Prozent … Und das ist ja wohl auch gut so, weil NORMAL.

    Pädophilie und Homosexualität in einen Topf zu werfen ist ebenso krank wie das Einwerfen von Drogen und sich aus Strafen herauszukaufen.

    Fußbälle kann man kaufen – IQ-Punkte leider nicht, gell, Herr Daum?

  3. Saramina sagt:

    Der hat ja den Kanll nicht gehört… so ein Müll!!!

  4. samstagisteingutertag sagt:

    @ Saramina: Das Thema zieht Kreise – und wir finden uns plötzlich von der Netzeitung zitiert: http://www.netzeitung.de/sport/1028758.html
    (Besser wär’s natürlich, Daum hätte vorher mal nachgedacht, was er sagt!)

    Ansonsten sei hinzugefügt, dass Daum im Kölner Express erklärt hat, er habe nix gegen Schwule und wolle halt Kinder generell schützen (vor homo- und heterosexuellen Übergriffen). Was wiederum klingt, als wolle die Mehrheit der Gesellschaft (homo/hetero/bi und sonstwas) Kinder nicht schützen … Ach, es wird nicht besser!

    Verteidiger von Herrn Daum gibt es auch: die bemühen gleich die Meinungsfreiheit als Rechtfertigung dummer Sprüche und stilisieren die Täter gleich wieder zum unschuldigen Opfer:
    http://heimspielcolonia.wordpress.com/2008/05/23/meinungsfreiheit-fur-christoph-daum/

  5. unnikuttan sagt:

    es stimmt, wer im glashaus sitzt wie daum sollte nicht mit steinen werfen, das ist doch treffend?

  6. Thommen sagt:

    Die Schwulen sollten sich schon längst mit der Pädophilie und den Pädophilen auseinandersetzen, dann gäbe es nicht solche Missverständnisse. Aber mann wollte keine “schlafenden Hunde” wecken und über schwule Kinder und Jugendliche sich äussern…

    Da haben wir nun den Salat! Die Diskussion wird immer nur hinausgezögert und damit wird sie immer schwieriger im gesellschaftlichen Zusammenhang. Die Mütter gaben schon immer der Verführung Schuld, wenn ihre Söhne homosexuell waren. Frauen denken auch gleich an anale Vergewaltigung von jungen Männern…

    Wir müssen Kinder nicht schützen, sondern informieren – und zwar laufend! In den Genuss würden sie in einer homosexuellen Partnerschaft ohne Zweifel kommen. Aber da ist das Adoptionsverbot davor!

    Es hat eben alles seine weibliche Logik! Männliche Sexualität und weibliche Sexualität sind zwar gleichwertig, aber nun mal verschieden voneinander und bilden folglich auch verschiedene Moral heraus!

  7. kenny sagt:

    die kinder müssen geschützt werden. und zwar vor leuten, die einen derartigen dummfug verzapfen.
    @thommen: natürlich müssen sich die schwulen so langsam mal mit dem thema pädophilie auseinandersetzen. aber konstruktiv und nicht mit dem durch diverse medien vollkommen verzerrten bild, das so einfach der unwahrheit entspricht.

    an den verfasser des artikels: “Schwule sind für ihn anscheinend identisch mit triebgesteuerten Sexmaniacs, die nichts anderes im Sinn haben, als zuerst Kindern und dann erwachsenen Fußballern an die Wäsche zu gehen. Möglicherweise meint Herr Daum ja Pädophile…”
    mit verlaub – aber pädos auf “triebgesteuerte sexmaniacs” herunterzustilisieren kanns ja auch nicht sein, oder? es stimmt schlicht nicht.

  8. samstagisteingutertag sagt:

    @Kenny: Du hast völlig recht: Auch Pädophile sind mehrheitlich nicht sexgesteuerte, bösartige, Kinder mordende Bestien. Sie sind jedoch einfach per Defintion jene Gruppe, die sich für Kinder “interessiert” (das jetzt mal irgendwie neutral lesen). Der Gruppe der Schwulen per se ein Interesse an Kindern zu unterstellen, gibt die Definition von homosexuell nicht her.

  9. drogenmachendoof sagt:

    herr daum hat sich mit seinen aussagen eine rote karte verdient.
    ich werde mir am mittwoch die sendung auf dsf ansehen und sie aufzeichnen. donnerstag werde ich mit der aufzeichnung zur polizei gehen und eine anzeige wegen diskriminierung und beleidigung erstatten.

    es wäre klasse, wenn sich noch mehr leute dazu entschliessen würden, damit herr daum richtig probleme bekommt.

  10. drogenmachendoof sagt:

    zu thommen möchte ich noch sagen, das es nicht die aufgabe von schwulen ist, sich mit pädophilen auseinanderzusetzen. das ist eine pflicht von allen, von homo- und heterosexuellen.
    homosexuelle haben genausowenig ahnung von der welt der pädophilen, wie die heteros.

  11. EinSchwulerLinker sagt:

    Wie mir scheint hat Herr Daum mal wieder nee Nase genommen.

    Was hat er gesagt?

    Und weiter: „Gerade den uns anvertrauten Jugendlichen müssen wir mit einem so großen Verantwortungsbewusstsein entgegen treten, dass gerade die, die sich um diese Kinder kümmern, dass wir denen einen besonderen Schutz zukommen lassen.“

    Da scheint er ja vergessen zu haben das man Kinder auch vor Drogensüchtige schützen muss!

    Warum ist er noch Trainer?

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