
Heute vor 140 Jahren, 1868, wurde der Wissenschaftler Magnus Hirschfeld geboren, am selben Tag vor 73 Jahren, 1935, starb er in Nizza in Exil. Aus diesem Anlass legte heute Reinhard Naumann, Bezirksstadtrat in Charlottenburg-Wilmersdorf, einen Kranz an der Gedenkstele an der Otto-Suhr-Allee 93 nieder. Hier hatte Hirschfeld von 1896 bis 1910 gewohnt. Die von den Künstlern August Jakel und Emanuel Scharfenberg gestaltete Stele war 1995 errichtet worden, quasi als Kompromiss, weil sich seinerzeit die Hausbesitzer dagegen sperrten, dass eine Gedenktafel am Haus angebracht werden sollte. Am 6. Mai 1933 war sein weltberühmtes Institut für Sexualwissenschaft von den Nazis geplündert und geschlossen worden. Ein Teil der Bibliothek wurde bei der von den Nazis inszenierten Bücherverbrennung für immer zerstört.
Da ich im Stadteil Charlottenburg wohne, hat es mich sehr gefreut, dass der Bezirk mit der Kranzniederlegung Magnus Hirschfeld ehrt.
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