Ramona Leiß outet sich

TV-Moderatorin Ramona Leiß hat sich als Lesbe geoutet (”Die Liebe zu einer Frau macht mich glücklicher als eine Beziehung mit einem Mann”). Also dann: “Herzlich willkommen in der Familie!” Warum auch sie die BILD als Verbreitungsorgan gewählt hat? Keine Ahnung. Es bestätigt aber, dass das Springer-Blatt in Sachen Klatsch mittlerweile zu Deutschlands Homo-Postille Nummer Eins geworden ist.
Zurecht regt sich Georg, der Betreiber von Homowelt darüber auf, wie homophob die Darstellung der Nachricht auf DCRS-online gerät. Das Portal sieht sich als “glaubwürdigen Marke in der täglich aktuellen Boulevard Berichterstattung” und: “DCRS ONLINE steht für Verlässlichkeit, Seriösität und Ehrlichkeit ebenso, wie für Progression, Witz und Trend.” Der Witz ist ein wenig rechtslastig und feindlich geraten. So ist im Artikel über das Outing von Ramona Leiß zu lesen: “Homosexuelle werden bejubelt, sobald sie sich outen. Homosexualität ist in und schick, kann sogar zu einem Karriere-Kick verhelfen. Gleichzeitig wird aber die Kinderlosigkeit bedauert. Eine seltsame Diskrepanz.” (Äh, hallo? Man zeige mir das Hetero-Paar, das keine Kinder mehr zeugt, weil es Homosexuelle gibt. Aber wir kennen das ja: Im Zweifel sind Homos an allem schuld.)
Am Schluss der Meldung muss der sichtlich abgenervte Autor Andre Bergmann nochmal seinen ganzen Frust rauslassen: “DCRS meint: Sich mit Homosexualität ins Rampenlicht der Öffentlichkeit zu drängen ist schon zu abgedroschen, um noch echte Bonuspunkte zu sammeln. Die Gesellschaft hat sich bereits satt gesehen am Kuriosum „Homosexualität“.” Ach so, sattgesehen … na denn, Ramona, all ihr Lesben und Schwule, ab zurück in den Schrank!!

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