Am Wochenende meinen Text fürs Mai-Heft vom „hinnerk“ abgeliefert, da fiel mir ein, dass ich noch auf meine Buchrezension im aktuellen Heft hinweisen wollte: Ethan Mordden – Gay and the City. Eine gute Sammlung von Geschichten, die, grob gesagt, den Lebensweg der Hauptfigur Bud schildern, wie er in Manhattan heimisch wird und dort schwule Kumpels findet, die letztlich zu seiner „Wahlfamilie“ werden. Alles gemischt mit boshaft-netten Blicken auf schwules Leben in den USA. Mehr kann man im „hinnerk“ vom April lesen. Wer gleich mit Buchlesen loslegen will: „Gay and the City“ ist im Gmünder Verlag erschienen, kostet 15 Euro irgendwas. (Vom Gmünder-typischen Nackedei-Cover muss man sich nicht schrecken lassen, es ist Literatur drin!)



Ganz ehrlich: Coverbild und die Typoanmutung an Sex and the City lassen eher auf platte Homobelletristik mit jeder Menge Erotikanteil schließen. Hat mich abgeschreckt.
Hallo Torsten! … abschrecken sollte es dich nicht. Denn das Buch ist älter als die TV-Serie, hat im Original auch den schönen Titel „Buddies“ und ist gute Homobelletristik
und als Ehrenrettung für den Verlag: Immerhin macht er ein in den USA bekanntes Buch auch hierzulande zugänglich!
Bruno Gmünder kann halt nicht aus seiner Haut. Alle Leser dem Cover und dem Titel entsprechende leichte sexuelle „Literatur“ erwarten, werden enttäuscht sein.
Ich hab das Buch aufgrund der Kritik von Rainer gekauft und hab es nicht bereut.
Den der Inhalt hat es in sich. Herrliche einzelne Geschichten die aneinandergereit ein tolles Buch ergeben. Die anrührige Geschichte über den Stahlbauarbeiter, der einen Kumpel sucht und von der Hauptfigur ins Eagle geschleppt wird, ist einfach nur sentimental und schöne Homobelletristik.
Lasst euch aber nicht von den Stichwörtern Stahlbauarbeiter und Eagle ablenken